Generelles
Honig besteht aus verschiedenen Zuckerarten. Leicht verdauliche Einfachzucker wie Traubenzucker (Dextrose), Fruchtzucker (Fructose) in unterschiedlichen Anteilen und diversen Mehrfachzuckern in geringen Mengen. Frühjahreshonige wie Raps und Obstblüte besitzen mehr Traubenzucker als Fruchtzucker. Sommerhonige wie Lindenblüte und Blatthonig enthalten mehr Fruchtzucker. Dieses Verhältnis bestimmt auch die Kristallisation. Traubenzucker kristallisiert sehr schnell und fest während Fruchtzucker nur sehr langsam kristallisiert.
Was macht Honig dann zu einem hochwertigen Lebensmittel?
Neben Mineralien, Säuren, Vitaminen und Aromastoffen, welche im Nektar enthalten sind, werden während des Trocknungsprozesses des Nektars diesem durch die Bienen verschiedendenste Stoffe hinzugegeben. Zusätzlich zu Enzymen, Fermenten, Aminosäuren und Hormonen sind es besonders die Inhibine, Flavonoide, Glucoseoxidase, Wasserstoffperoxid und weitere Bactericide, welche Honig von einer Zuckermischung unterscheiden.
Quelle: Deutscher Imkerbund e.V.
Bedingungen Sortenhonige
Ab wann ist ein Honig ein Sortenhonig?
Um einen Honig als Sortenhonig (Raps, Linde, Kastanie, Buchweizen, Löwenzahn etc.) oder auch Frühtracht mit... / Sommertracht mit... deklarieren zu dürfen, muss dieses durch eine umfangreiche Analyse der sensorischen (Geschmack / Geruch), chemischen (Fructose- / Dextroseverhältnis) und physikalischen Eigenschaften (Leitwert) sowie einer Pollenanalyse bestätigt werden.
Hierbei müssen Pflanzenspezifische Anteile aller Pollen einer Probe von der zu deklarierenden Pflanzenart sein. Dieses Analyseergebnis muss vor der Deklaration des Honigs vorliegen.
Zur sicheren Gewinnung von Sortenhonigen ist meistens eine intensive Wandertätigkeit erforderlich, um die Bienen dort hin zu bringen, wo gerade die passenden Pflanzen in Blüte gehen oder die erforderlichen Läuse-Populationen vorhanden sind. Ausnahmen bilden in unserer Region Raps und Linde.
Meine Honigsorten
Frühtrachthonig - Ausverkauft
Üblicherweise hell, feinkristallisiert, mild im Geschmack.
Bei einem Honig mit hohem Obstblütenanteil sind die blumig-fruchtigen Aromen der Trachtpflanzen wie Kirschen, Pflaume, Apfel auch im Honig enthalten. Weide, Ahorn, Kastanie und Himbeere geben der Frühtracht die erforderliche geschmackliche Abrundung.
Frühtrachthonig mit Rapsanteil - Ausverkauft
Von meinem Stand an der Wiesenstraße kommt 2024 ein Honig mit, neben den üblichen Frühjahresblühern (s.o.), einem guten Anteil Rapsblüte.
Sommertrachthonig - Ausverkauft
in der Farbe und kräftiger im Geschmack. Linde, Brombeere, Honigtau und nicht zuletzt hunderte verschiedenster Sommerblumen und Wildkräuter machen diesen Honig zu einem Erlebnis.
Häufig kann Sommertrachthonig in feinkristallisierter und in flüssiger Form angeboten werden.
Sommertrachthonig, flüssig - Ausverkauft
Dieser Honig ist sehr selten in seiner reinen Form als Blatthonig zu ernten.
Diesen erzeugen die Bienen in dem sie Honigtau, die unverdauten Ausscheidungen von Pflanzensaft saugenden Insekten sammeln und diesen zu einem sehr hochwertigen Honig veredeln. Sehr dunkel in der Farbe und mit einem intensiven Geschmack - eine echte Delikatesse. Durch den sehr hohen Fruchtzuckeranteil bleibt ein solcher Honig auch lange flüssig.
FAQ
Der Honig ist sehr hart. Woher kommt das und was kann ich dagegen machen?
Der Honig hat einen sehr geringen Wasseranteil. Um ihn besser streichfähig zu machen, kann er bei ca. 39°C im Wasserbad erwärmt werden. NIEMALS in der Mikrowelle erwärmen. Schon nach wenigen Sekunden sind die meisten der wertvollen Inhaltsstoffe zerstört.
Bio oder nicht Bio. Wo liegt der grundlegende Unterschied?
Im Gegensatz zu einem Schweine- oder Rinderzüchter kann der Imker nur eingeschränkt beeinflussen wo seine Bienen ihr Futter herbekommen, sprich den Honig sammeln.
Daher heben die unterschiedlichen BIO-Siegel häufig auf die Betriebsweise ab.
- Unbehandelte Holzbeuten
- Imkern ohne Absperrgitter / ohne Trennung von Honig und Brut
- Überwintern auf eigenem Honig
- keine Drohnenbrutentnahme
- nur eigenen Wabenbau, kein Einsatz von Mittelwänden
Gegen alle diese Punkte habe ich mich bewusst entschieden. Die einzelnen Gründe warum, kann ich hier nicht aufführen, aber gerne im Gespräch erklären. Sprechen Sie mich an.
Wird Honig schlecht?
Ja und nein. Ein guter Honig mit einem geringen Wassergehalt ist bei guter Lagerung (trocken, kühl, dunkel) auch noch Jahre nach dem Mindesthaltbarkeitsdatum genießbar. Allerdings nimmt der Anteil der Enzyme und Inhibine langsam aber stetig ab. Das Mindesthaltbarkeitsdatum gilt im übrigen zwei Jahre ab Abfüllung in das Glas.
Bei nicht optimaler Lagerung oder bei Honigen mit einem hohen Wassergehalt kann sich der Honig trennen; unten eine feste Schicht und darüber eine flüssige Phase. Ein solcher Honig wird schnell in Gärung übergehen und ist dann nicht mehr genießbar.
Der Honig hat weißliche Ausblühungen auf der Oberfläche und an den Glasseiten. Schimmelt der Honig?
Nein, dieses ist kein Qualitätsmangel. Das Gegenteil ist der Fall.
Der Honig hat einen geringen Wasseranteil <16% und wurde nicht erwärmt. Bei der "Honigblüte" handelt es sich einen optischen Effekt wenn zwischen den Zuckerkristallen kein Wasser mehr eingelagert ist.
Warum Einheitsglas des Deutschen Imkerbundes e.V.?
In diese Gläser darf nur Honig aus Deutschland abgefüllt werden.
Nach der Honigverordnung ist Honig mit einem Wassergehalt von bis zu 20% (Heidehonig 23%) mit der Verkaufsbezeichnung "Honig" verkehrsfähig.
Nach den Richtlinien des Deutschen Imkerbundes e.V. darf der Honig im Einheitsglas einen Wassergehalt von max. 18% (Heidehonig: 21,4%) besitzen. Die Qualitätskriterien sind also deutlich anspruchsvoller. Imker und Honigabfüller unterwerfen sich den Qualitätsstandards des Deutschen Imkerbundes e.V.
UND das Einheitsglas ist ein Mehrwegglas. Also nach dem Spülen zurück zum Imker.
Bitte das Glas NICHT mit Etikett in die Spülmaschine. Dann geht das Etikett nicht mehr ab. Das Glas einige wenige Minuten ins Wasser legen. Dann fällt das Etikett fast von alleine ab.
Wie erfolgt die Qualitätskontrolle?
1. Eigenkontrolle anhand von entsprechenden Checklisten zu Hygiene, Lagerung etc.
2. jederzeit mögliche Kontrollen durch die amtlichen Stellen der Lebensmittelhygiene.
3. jederzeit mögliche Kontrollen des Deutschen Imkerbundes e.V. durch die Honigobleute des Kreisimkervereins Bielefeld e.V.
4. freiwillige Selbstkontrolle durch die Teilnahme an den Honigbewertungen des Landesverbandes Westfälischer und Lippischer Imker e.V.